Windows 7 USB/DVD Download Tool Fehler: We are unable to copy your files (…) – Lösungsmöglichkeiten

Fast alle Subnote- und Netbooks unter 12 Zoll haben mittleweile eines gemeinsam: Sie besitzen allesamt kein optisches Laufwerk mehr. Wer vor Jahren noch regelmäßig sein Windows XP neu aufsetzte, um so das System zu beschleunigen, dürfte das potenzielle Problem bereits vor Augen haben: Muss das Betriebssystem einmal neu aufgesetzt werden, etwa aufgrund eines Viruses, bietet die klassische Silberscheibe in Form der DVD keine Lösung mehr. Ohne ein externes Laufwerk (das zwar immer verbreiteter wird, aber immernoch nicht überall vorhanden ist) sucht so mancher Nutzer und Windows-Installateur nach einer passenden Lösung.

Voraussetzungen & Infos

Microsoft reagierte positiv auf diese „Wendung“ bei der Betriebssystem-Installation und stellte ein praktisches Tool zur Seite, welches einen USB-Stick auf einfachste Weise bootfähig macht. Dazu benötigt der Nutzer lediglich das eben angesprochene Tool, einen passenden Stick mit einer Größe von mindestens 4 Gigabyte und ein ISO-Image seines Betriebssystems, das aber legal online heruntergeladen werden kann (eine kurze Google-Suche hilft).

Mit dem Windows 7 USB/DVD Downloadtool lässt sich unkompliziert ein installations- und bootfähiger USB-Stick erstellen.

In den meisten Fällen ist das angesprochene Windows 7 USB/DVD Downloadtool selbsterklärend – nach einigen Klicks produziert es eigenständig einen bootfähigen USB-Stick. Bei manchen Nutzern produziert die Software jedoch kurz nach dem Formatieren des Sticks (vor dem eigentlichen Kopiervorgang) den Fehler „We are unable to copy your files. Please check your USB device and the selected ISO file and try again“.

Lösung 1: USB-Stick manuell formatieren

Hinter „manuell formatieren“ steckt dabei nicht die Bearbeitung per Hammer und Meißel, sondern viel mehr salopp ausgedrückt ein Programm der Kommandozeile. Um die Kommandozeile zu starten reicht es, im Startemnü unter „Programme / Dateien durchsuchen“ das Kürzel „cmd.exe“ einzutippen. Daraufhin sollte das gleichnamige Programm in der Liste auftauchen. Dieses wird nun als Administrator gestartet (Rechtsklick auf den Eintrag im Startmenü). Anschließend muss folgendes in die Kommandozeile eingegeben werden:

diskpart
list disk

Die Kommandozeile (bzw. viel mehr das Programm diskpart) gibt nun eine Liste von verschiedenen angeschlossenen Laufwerken aus. Der angeschlossene USB-Stick hinter einer der Zahlen gelistet sein und vor allem durch die Größe (ca. 4000 bzw. 8000 Megabyte, je nach Stick) auffallen. Die Zahl vor dem USB-Stick wird nun im folgenden Schritt statt der „***“ eingesetzt:

select disk ***

Ganz wichtig ist nun, dass tatsächlich das richtige Laufwerk ausgewählt wurde. Dies sollte noch einmal überprüft werden – mit dem nächsten Schritt werden nämlich restlos alle Dateien auf dem USB-Stick gelöscht – wird statt des eigentlichen Sticks ausversehen eine externe oder interne Festplatte angegeben, ist dies dem Programm völlig egal – es löscht ohne weiteren Hinweis gnadenlos alle Dateien des angegebenen Laufwerks. Wer sich hier nicht ganz sicher ist, sollte ggf. einen Fachmann zur Rate ziehen. Weiter geht’s mit folgenden Anweisungen:

clean
create partition primary
select partition 1
active
format fs=fat32 quick (dauert einige Zeit)
assign
exit

Die Eingabeaufforderung kann nun nach wenigen Sekunden beendet werden, der Stick sollte erfolgreich formatiert worden sein (ggf. kurzen Blick in den Arbeitsplatz werfen). Im Anschluss wird das Windows 7 USB/DVD Downloadtool wie gewohnt ausgeführt.

Lösung 2: USB/DVD Downloadtool als Administrator ausführen

Sollte das bereitgestellte Tool immernoch mit der Fehlermeldung „We are unable to copy your files. Please check your USB device and the selected ISO file and try again“ die Arbeit verweigern, so sollte das Programm per Rechtsklick auf das Icon als Administrator ausgeführt werden. Dieser Schritt mag zwar simpel erscheinen, könnte aber der Grund für die Fehlermeldung sein.

Lösung 3: Avira AntiVir kurzzeitig deaktiveren

Ein weiterer Lösungsansatz, der letztlich auch mir Erfolg brachte, war das kurzzeitige Deaktivieren des Virenscanners von Avira. Dies ist per Rechtsklick auf das Icon in der Taskleiste („unten rechts“) und einem anschließenden Klick auf „Echtzeitscanner aktivieren“ möglich – das dort gesetzte Häkchen wird nach dem Klick deaktiviert. Auf gleichem Weg kann das Programm auch wieder aktiviert werden. Hintergrund: Das Programm blockiet standardmäßig alle Autorun-Dateien auf USB-Sticks. Eine solche Datei erstellt das Windows 7 USB/DVD Downloadtool offenbar standardmäßig kurz nach dem Formatieren. Durch das Deaktivieren des Virenscanners kann das Tool wieder auf die Autorun-Datei zugreifen, dementsprechend wird die Installation fortgesetzt. Wer seinen Virenscanner nicht gänzlich deaktivieren möchte kann auch die Einstellungen des Avira-Programms ändern. Im Konfigurationsmenü wird dazu oben links im Fenster der Expertenmodus angeschalten, unter Allemeines -> Sicherheit wird das Häkchen bei „Autorun-Funktion deaktiveren“ weggelassen.

Solltet ihr noch weitere Lösungsmöglichkeiten gefunden oder weitere Fragen haben, hinterlasst bitte einen kurzen Kommentar – ich ergänze den Artikel dann entsprechend.

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